Reisebericht der Familien Gaeckl und Grybuschewski

Croatien

(oder vielleicht doch ein Gourmetführer?)

23. Mai – 5. Juni 2008

23.05.2008

E N D L I C H ! ! ! U R L A U B ! ! ! Soooooo lange drauf gewartet und gefreut! Rechtzeitig 2 Tage vorher wird natürlich noch die Mimi krank (voll den Rotz). Trotz aller Gebrechen geht es los. Wir treffen uns in Hann.Münden (ja, auch ich kürze ab!) Wir kommen mit der Luzi gegen 19.00 Uhr dort an und ergattern die letzten beiden zusammenhängenden Stellplätze. Dani & Enrico kommen ca. eine Stunde später, in welcher die Mimi den freien Platz mehrfach unter Einsatz Ihres Lebens verteidigen muss! Es gibt schwäbischen Wurstsalat und einen Rundgang durch das eigentlich schöne, aber relativ unbelebte Hann.Münden.

24.05.2008

T O L L ! ! ! In dem ganzen Krankheits- und Vorbereitungsstreß haben wir total vergessen, Gas für die Luzi zu kaufen! Verdaddeln damit gute 3 Stunden in Kassel, aber Magnus: wir haben bei Maxe (Max Bahr)gekauft! Naja Schlaflager ist in Kitzingen, in 2. Reihe direkt am Main, eigentlich alles wunderbar, aber de Mimme ist krank und hat gar keine Lust nich, nach einer Location zu suchen wo wir den Grand Prix gucken könnten. (Arme Dani..) Stattdessen gibt es Dampfbad mit Minzöl... ;-(( Aber großes Suchen hat sich Gottseidank auch nicht gelohnt… Wir wurden wohl letzter und Russland hat gewonnen…

25.05.2008

S T R E C K E ! ! ! Als 1. Stärkung macht der Butscher mittags arme Ritter mit dem Rest vom schwäbischen Wurstsalat, das war echt lecker! Dann 1 x quer durch Österreich und die Alpen auf der Tauernautobahn! Auch durch den Tauerntunnel: 9km, eine Röhre, einspurig mit Gegenverkehr, wirklich schlechte Luft… Nachdem wir uns an die geilen Walkie-talkies gewöhnt hatten, wunderte sich de Mimme, warum so lange nix zu hören war von der Dani… Aber die hatte wohl im Tunnel mit sich zu tun… oh je, es folgten noch einige… Und so begann sie: die Tunneltherapie. Das Navigationsgerät sagt mitten auf der Autobahnauffahrt: „Sie haben Ihr Ziel erreicht“ Jo. Soviel dazu. Finden unser nächstes Nachtlager - Rosegg am Wörthersee - trotzdem. Mit Blick auf die Karawanken…

Frühstücksausblick

Im angeschlossenen Gasthaus gab es total leckere Frittatensuppe, Selchfleisch mit Grammelschmalz, Wiener Schnitzel und Kaiserschmarrn. Mann, kann uns das gutgehn!

26.05.2008

Frühstück im Freien mit Blick auf die Karawanken!!! Und durch die müssen wir gleich noch durch! 7.864 m Tunnel – arme Dani! Und dann ab ans Mittelmeer! Obwohl: richtig warm ist es hier auch schon… Einmal durch Slowenien inklusive Ljubljana durch – den slowenischen ALDI leergeräumt… und dann: Kroatien und die Adria! ! ! Schlafplatz hinter (also südlich von) Opatija in Medvejew. Die Jungs waren noch mal spielen, also Fahrrad fahren. Wir genießen eher die Ruhe… Es folgt ein windstiller Strandspaziergang am nächtlich beleuchteten Mittelmeer... Später in der Luzi folgenschwerer Entschluss: nach Durchsicht des Reiseführers für den Folgetag Besichtigung von HUM beschlossen.

27.05.08

Auf durch die Berge! Winnetou ruft ! ! ! Schon wieder ein Tunnel! Keine Ahnung, wie lang der war, aber Dani meint, sie hätte sich langsam daran gewöhnt… Dann in die angeblich kleinste Stadt der Welt: Hum. Wahnsinnigen Hirnen entsprang die Idee, in der prallen Mittagssonne durchs windstille und nicht schattige Gebirge mit dem Fahrrädern zu fahren!

Mädels radeln ...

Die Mimi stand kurz vor der Aufgabe! Die Stadt war ganz nett, Unmengen von lärmenden und trillerpfeifenden Schulklassen, aber sonst niedlich: 20 Häuser, 1 Kirche, 1 Kapelle und 1 Rathaus.

Häuser in Hum

Dächer von Hum

In der Konoba gab es leckere Stärkung: Omelett mit Wildspargel, Menü mit Rind und Bohnensuppe mit istrischer Wurst (böse Augen ohne Ende aber soooo lecker!) Der Rückweg allerdings war ein Gewaltmarsch allererster Kajüte, wenigstens für de Mimme! Der Butscher war stolz auf de Mimme, aber die war ganz schön im Ar… !

Mimi ...

Enrico will noch baden, also auf schnellstem Weg an die Küste ran, Camping in Fazana.

28.05.08

Feddisch vom Nichtstun… Am Strand liegen, lesen, schluppeln, 3 – 4 kg Rind, Cevapcici, Schaschlik gegrillt…

29.05.08

Plan ist: heute Pula angucken, aber (guter Plan!): erst nach der Mittagssonne! ! ! Vorher wie jeden Morgen gut und ausgiebig gefrühstückt, ein Longdrink an der Strandbar… Enrico gönnt sich eine Viertelstunde auffm Jet-Ski… Dann mit dem Fahrrad (! ! !) nach Pula. 15 km (natürlich hin und zurück). Amphitheater und andere römische Trümmer angeguckt. Zusätzlich Unmengen von Modeschmuck, Schuhen, Taschen, Glitterkram… Aber da Waagen für Entscheidungen immer einen Augenblick länger brauchen – nix gekauft. ;-((

30.05.08

Aufbruch vom vielleicht schönsten Campingplatz Kroatiens. Kleiner Abstecher an den Limski–Fjord.

Blick auf den Fjord

am Fjord

Nepper, Schlepper, Bauernfänger sag ich nur… Nachdem wir uns erst durch den kompletten Käsestand (Schafs-, Ziegen-, Kuhkäse, Parmesan, geräuchert oder nicht…) gegessen hatten, mussten wir nebenan jede Sorte aufgesetzten Grappa probieren. Nach dieser ganzen Probierarie waren wir satt und angeschickert. Letztendlich haben wir kiloweise Käse und literweise Öl und Schnaps gekauft (im Nachhinein nicht genug, was solls – nächstes Mal ;-)). Dann Porec. Wunderschön!

Porec

Sehr auffällig ist die geleckte Sauberkeit der Straßen und Städte in Istrien. In der alten Basilika Mosaiken geguckt und durch die alte Stadt gelaufen.

Im Konzum Großeinkauf zur Verpflegung getätigt, im Angebot die Käppchen des neuen Fußballeuropameisters… (sacht de Mimme jedenfalls). Na, erstmal alles ausgestattet. An der kroatisch-slowenischen Grenze wollte de Mimme ihre zuviel getauschten Dinger (Kuna) wieder in € tauschen – ging nicht… ;-(( Im Supersommerwetter, Weiterfahrt nach Slowenien (warum unbedingt da, wissen wir jetzt auch nicht mehr…) Camping in Ankaran. Wo dieser Campingplatz seine 4 Sterne herhaben soll, weiß der Geier… Aber lecker Essen gab es abends noch, Grillteller, Kalbsschnitzel, Rumpsteak…

31.05.08

Aufbruch nach Bella Italia! ! ! immer an der Küste lang nach Trieste; das ein bisschen in der Sonne rumgelaufen, weiter nach Aquileia. Viertgrößte Stadt des römischen Reiches – allerdings schon 180 v.Chr. Römische Trümmer und - wie es heißt - das bedeutendste frühchristliche Fußbodenmosaik Italiens vom Anfang des 4. Jahrhunderts angucken.

Mosaik Mosaik

Mosaik Mosaik

Mosaik

Basilika mit Mosaiken

Schlafplatz war ein Stellplatz – naja, ging so. Aber wieder lecker gegessen. Es gab Salat, und es war der Abend, an dem Enrico Oliven und Olivenöl probierte und beides für gut befand…

01.06.08

Richtung Venedig, immer durchs platte Land! Auffn Sonntagmittag den SPAR gestürmt und erstmal Kleidchen und Klamotten gekauft wie bekloppt… Dann Campingplatz in Cavallino und noch ein büschn doof tun am Strand. Gierige, fiese, gefräßige Zanzare ohne Ende! ! ! Sehen abends schon aus wie Streuselkuchen!

02.06.08

WAHNSIN! ! ! Festa della repubblica in Italia (Gründung der italienischen Republik 1946) und wir müssen nach Venezia! 0600 Uhr aufstehn! Bus um 0830 Uhr und dann Fähre um 0910 Uhr.

auf der Fähre nach Venedig

Auch dies hat die Dani erfolgreich überlebt und zumindest ohne sichtbare Schwierigkeiten gemeistert. Sooooooo viele Menschen in der Stadt!

Männer haben sich chic gemacht

Venezia Venezia

Auf dem Markusplatz Ansprache, Flaggen hissen, Militärparade, Hymne….

Uniformierte am Feiertag in Venedig

Dann einige Stunden durch die Gassen gelaufen, zwischendurch einen leckeren Snack aus frischem Obst, dann noch Mittag in einer Trattoria, Pizza, Penne, Tortelloni, Meeresfrüchtesalat… ;-)) La Serenissima von ihrer schönsten Seite! (Ich soll noch schreiben, dass Enrico nach 1,5 Stunden zuviel Venedig hatte – Überdosis sozusagen.) Dann 1615 mit der Fähre zurück, und der Bus stand im Stau, weil am Abend alle für ein langes Wochenende angereisten Italiener auch wieder nach Hause wollten… So hatten Dani und ich Zeit, die Passagiere zu begutachten, und haben doch tatsächlich die Schwester eines Castingopfers bei DSDS entdeckt. Möglichkeiten, dies fototechnisch festzuhalten boten sich leider in diesem Moment nicht, aber es war lustig ohne Ende. Dann sind wir mindestens 2 Stationen eher ausgestiegen, weil im Stau dann gar nichts mehr ging, und sind zu Fuß zurück, gerade rechtzeitig, weil sich ein Unwetter anbahnte. Naja, Wind und Donner und so. Sah dann aber letztendlich nur so aus… Aber die Markise und Tisch und Stühle wollten auch verstaut werden! Der Campingplatz wollte gegen Mücken sprühen, haben sie nicht getan, wir sitzen wie die Beknackten mit Räucherstäbchen unterm und auffm Tisch im Ristorante des Campingplatzes. Alles Geräuchere scheint nicht viel zu bringen…

Gondel in Venedig

Canal

Canal 2

03.06.08

DOOOOOOF TUN ! ! ! Sonne, Strand und Meer… Muscheln gesucht ohne Ende! Leider gabs den ersten Sonnenbrand für die Mimme... ansonsten haben alle anderen diesen Sonnentag relativ unbeschadet überstanden. Schwimmreifen und Luftmatratze, am Strand trocken Brot mit Tzatziki, man tut ja, was man kann. Dann noch mit den Rädern völlig plan- und leider auch erfolglos durch das zu dieser Zeit noch von Touristen verschonte Jesolo. Nix gekauft… Aber danach natürlich noch in ein Ristorante. Da hat Enrico mittlerweile ganz selbstverständlich seinen gemischten Salat mit Essig und Olivenöl gemixt, und die Dani hat Muscheln probiert… Irgendwie war der Wein nicht mehr gut….

04.06.08

… alle mehr oder weniger angeschossen, ob von der Sonne, vom Wetterumschwung oder vom Wein…??? Langsam an Heimfahrt denken ;-((( Durchstochene und durchnässte Truppen ziehen sich wieder mal zurück! Die Zanzare haben gewonnen! Über die Riviera di Brenta (leider im Hagel) nach Verona. Am Straßenrand 5 kg Fleisch zu Mittag – irgendwie hatten die da keine Karte – und dann durch Verona! Che peccato!

Verona

Verona 2

Verona 3

Die Dani wollte Gott sei Dank auch nicht stundenlang durch Verona laufen – wie gesagt, alle irgendwie bematscht – und so haben wir den Balkon von Romeo und Julia zwar nicht gefunden, aber dafür einmal die Arena umrundet.

Außerdem wollte Enrico doch noch unbedingt an den „Gardena See“ … Sind wir dann auch hingefahren !!!

Vorher noch einen famila geplündert und mehrere Hektoliter Öl, Essig, Wein, Pampelmo und Ricotta gekauft. Gebadet hat Enrico dann allerdings nicht mehr, Camping in Peschiera – zum ersten Mal musste man sein Ziel verraten, wenn man das Wohnmobil mit einer Toilettenpapierrolle unterm Arm verlassen hat. Nette und redselige Holländer, abends kein Regen mehr.

Raucherpause am Gardasee ... Riva im Regen

05.06.08

Regen am Morgen… nix mit Frühstück draußen… Einmal am Westufer des Gardenasees hoch bis Riva. Unterwegs wahnsinnig tiefhängende Wolken.

Gardasee mit Wolken

In Riva noch klitzekleines Kaufhäuslein der mitreisenden Damen… war wirklich nicht schlimm… nur die Jungs standen im Regen – kann ja mal passieren.

Dann über Trento und Bolzano – wunderschöne Strecke! – anne Pfeffermühle ran. Pizzeria und stehenbleiben konnten wir da auch. Lecker Lamm und Calzone und Wiener Schnitzel, mehrer Humpen Wein und Topfenstrudel – mmmhhh lecker Dani ! ;-)) und Tiramisu. Für Enrico gab es einen Rumpftopf… Mehrere Lachkrämpfe später haut sich de Mimme den Schädel anne Heizung im Klo auf… Noch ein paar Gin-Tonic inne Luzi… Regen am Abend übrigens auch!

06.06.08

Nun sieht es wohl wirklich nach Heimweg aus! Jaul!!! Im Regen über den Brenner und durch Bayern, bis nach Augsburg.

Augsburg

Ein paar Kilometerchen mit dem Fahrrad durch die Innenstadt – da schien noch die Sonne – ein kleiner Rundgang durch die Fuggerei, die älteste Sozialsiedlung der Welt… Dann wieder gut gegessen, natürlich im Biergarten. Krustenbraten mit Blaukraut und Wiener Schnitzel mit lecker Kartoffelsalat. Im Dunkeln und in der Kälte an den Luzis noch einen Gin. – Dann kam Klaus! Angeschickert sind die Gutmenschen erwacht mit Zelt aufbauen und Brötchen und Bier verschenken und small-talk und so… Er wollte wohl auf Betteltour, und hat erzählt, er hätte vor über 20 Jahren ein Unfall bei der Bergwacht gehabt, seitdem säße er im Rollstuhl. Muß wohl aber auch ein bisschen auf den Kopf gefallen sein… keine Ahnung, ob er irgendwo abgehauen war. Die ganze Nacht schüttet es wie aus Eimern und Klaus ist total abgesoffen in seinem Zelt. Die verschenkten Brötchen sind im Umkreis von 100 qm großzügig verteilt gewesen…

07.06.08

Wir brechen trotzdem auf – im Regen – und hatten als Tagesziel eigentlich Magdeburg abgesteckt…

Regen ...

Durch mehrere Unwetterzonen mussten wir uns bescheiden mit Raila (120 Einwohner), Thüringen. Gasthof ausgesucht nach dem Kriterium: Wo ist ein Fernseher für das Eröffnungsspiel? Wieder am allerleckersten gefuttert: Spargelsuppe, Soljanka, Rumpsteaks, Lendchenpfannen mit und ohne Spargel und allen Kartoffelvariationen… Dessert für alle… Eröffnungsspiel geguckt, Rundgang durchs Dörfchen, netter Plausch mit dem Gastwirt und Abschiedsgrappa inne LeihLuzi.

Abschlussgruppenfoto ... mit Souvenir aus Croatien.

Gruppenbild

08.06.08

In strahlendstem Sonnenschein auf der A 9 weiter Richtung Leipzsch. Dort trennen sich unsere Wege nach 2 Wochen – schnuff – Dani und Enrico fahren über Berlin nach Krempin und wir über Magdeburg – Hannover nach Bönningstedt….. Schöner Urlaub – irgendwie immer zu kurz…

Fazit:

- Enrico ist Olivenöl–Fan geworden und hat sogar Oliven gegessen!

- Dani hat Muscheln probiert und die Tunneltherapie erfolgreich abgeschlossen.

- Am Ende haben wir das Navi noch mal ordentlich ausgetrickst und angeschissen! ! !

- Lach- und Kaufflash`s sind nicht peinlich, härten nur Zwerchfell und Kontostand ab…

- Der Gardenasee, Rumpftöpfe, Herr Teng und Frau Touring waren sehr angenehme Reisebegleiter.

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